Dienstag, 28. Juli 2015

Darf ich mir selbst vertrauen?

Das ist so eine Frage, die mich beschäftigt, immer wieder. 

Einmal einfach in der Hinsicht, dass man sich selbst manchmal täuscht und sich Dinge ein bisschen zurechtlegt bis sie so aussehen, wie man sie sich wünscht. 
Und dann auch in der Frage, ob ich in mir selbst vertrauen darf und selbstbewusst sein darf. 

Beides beschäftigt mich in letzter Zeit vor allem, wenn ich auf junge übergewichtige Frauen treffe. Und damit meine ich gar nicht mal ab Größe 50, sondern oft schon 42.

Klar, bis vor 1 1/2 Jahren war es für mich auch noch eine Erleuchtung, dass man im Internet auch Kleidung kaufen kann, die einem passt, wenn man größer als 46 trägt, die einigermaßen modisch und bezahlbar ist.

Und auch jetzt ist es nicht immer einfach für mich. Kann ich wirklich meine Oberarme zeigen? Ist die Hose nicht zu kurz? Das Kleid an der Taille nicht doch zu eng? Ist meine Einschätzung richtig oder sieht es doch doof oder unvorteilhaft aus? 

Also kann ich mir da vertrauen? Habe ich genug Selbstbewusstsein, um mich darin wohlzufühlen?

In letzter Zeit habe ich ein paar übergewichtige Frauen kennengelernt, die hübsch sind, intelligent und wirklich liebenswert. Und doch stehen ihre Zweifel an sich selbst wirklich greifbar im Raum, wenn man mit ihnen spricht, ihre Körperhaltung ansieht, ihre Körpersprache beobachtet wenn sie mit Männern sprechen. Sie trauen sich selbst nichts zu. 

Besonders erschreckend finde ich es immer, wenn ich sehe, dass macnhe sich schon fast aufgegeben haben. 
Wozu nach schöner Kleidung suchen, es gibt ja doch keine?
Wozu schminken und frisieren, wenn die Kleidung doch schon scheiße aussieht?
Wozu Haare waschen, Nägel pflegen, Körperhaare kürzen?


Mir ging es früher auch so. Es war einfach alles eh schon egal und die inneren Werte sind ja ohnehin wichtiger. 

Und das stimmt. Die inneren Werte sind für mich wichtiger und sollten es auch für andere sein. Und doch steckt man direkt in Schubladen, wenn man jemanden zum ersten Mal trifft, ganz unbewusst. 

Außerdem ist es doch einfach so, dass die Details aus einer schönen Sache eine grandiose machen.  Was wäre eine Hochzeitsfeier ohne die liebevolle Tischdeko? Was wäre eine Torte ohne Verzierung? 
Was gibt einer Handtasche von Michael Kors das Besondere?

Ich glaube, sich selbst vertrauen zu können, sich selbst bewusst zu sein und zu mögen beginnt damit, dass wir uns selbst wichtig genug sind, auf uns zu achten. Gerade die kleinen Dinge machen doch oft zwischen dick und dünn keinen Unterschied. Accessoires haben keine Größe, ebenso Frisur und Nagellack. 

Manchmal fällt es natürlich schwer sich zu so etwas aufzuraffen, wenn man das Gefühl hat einen Sack mit einer Jogginghose zu tragen. 

Aber ich erinnere mich gut an einen Satz aus einem Hintergrundbericht über "Sex and the City": Jede Frau in New York sieht toll aus, auch wenn sie ein altes T-Shirt und Jeans trägt, weil sie immer auf Frisur, Maniküre und Make-up achten. 

Und darauf kann nun wirklich jede von uns achten. Auch wenn es vielleicht einen kleinen Motivationsschub braucht, das Ergebnis wird umso mehr Energie geben. Man fühlt sich einfach besser, wenn man sich schön fühlt, man hat eine ganz andere Ausstrahlung und bekommt ganz anderes Feedback. 

Bei mir gibt es da ein akutelles Beispiel. Während der ganzen hochsommerlichen Hitze hatte ich beim Ausgehen immer nur Wimpertusche und kein Make-up, weil ich das Gefühl hatte, ich würde sonst zerfließen. An einem der kühleren Tage habe ich mich ganz dezent geschminkt, aber konturiert und die Augen nude geschminkt. Man konnte also noch nicht mal richtig sehen, dass ich Make-up trug. Es gab aber soviele Komplimente und natürlich habe ich mich dann besser gefühlt! Das waren 10 Minuten meiner Zeit, die mir einen Abend voll guter Laune gebracht haben. 

Und das hebt natürlich das Selbstwertgefühl. So eine minimale Veränderung. Ich bin mir selbst treu geblieben und habe meine schönen Seiten betont. 

Darf ich mir also selbst vertrauen? Darf ich auf meine Entscheidungen vertrauen? Ich glaube schon. Ich glaube, es ist wichtig, sich auszuprobieren und einfach mal zu kucken, wie sich etwas anfühlt, anstatt direkt aufzugeben. Das wird oft belohnt. 

Und wie heißt es in der Werbung so schön: weil ich es mir wert bin!

Sonntag, 19. Juli 2015

Short Overall and Flowers

DE: Soooo. Heute gibt es endlich wieder ein Outfit von mir. Ich wollte es Euch schon eine Weile zeigen, aber irgendwie kam immer was dazwischen. Ist ja auch wunderbares Wetter und man kann ständig draußen unterwegs sein. 

Den kurzen Overall habe ich extra etwas weiter genommen, ich mag diesen entspannten Look und durch den Kordelzug kann man ihn wunderbar an der Taille anpassen. Mit anderen Schuhen ist er dann perfekt für die heißen Tage.

Den Blazer würde ich jetzt natürlich bei den Temperaturen nicht tagsüber tragen, aber er gefällt mir mittlerweile so gut und passt perfekt zur Farbe des Overalls, dass ich ihn Euch unbedingt zeigen wollte.Anonsten habe ich einfach die Rosé-Töne aus dem Blazer kombiniert. 

Wie kommt Ihr durch die Hitze? Zum Glück gibt es bei uns viele Seen. 
 

EN: Soooo. Today, there is finally another outfit. I wanted to show you a little while, but somehow always something came up. It really is wonderful weather and you can constantly be on the road outside.
I took the playsuit extra wide, I like this relaxed look and the drawstring is great to adjust it at the waist. In other shoes it`s perfect for the hot days.
The blazer I would now of course contribute to the temperature not during the day, but I like it  a lot and it fits perfectly with the color of the overallI simply combined the rosé tones from the Blazer.




 
 


Overall: H&M+
Pumps: H&M
Bag: H&M
Jewelry/Glasses: I am 


Donnerstag, 16. Juli 2015

Instagram - "curvy"

Hallo Ihr Lieben, 
vielleicht habt Ihr schon davon gehört, denn es geht heute ja überall durch die Kanäle der Plus Size Bewegung. 

Instagram hat den Hashtag "curvy" gelöscht. Man kann also nichts mehr mit "curvy" taggen oder danach suchen. Der Grund war wohl, dass er missbraucht wurde. 

Es ist aber schon ein bisschen bitter, denn natürlich ist "curvy" ein Begriff, der sich langsam bei uns durchgesetzt hat und gerne von den Plus Size Bloggern genutzt wurde. Leider wurde er wohl aber auch für unpassende Bilder genutzt. 

Krass ist aber schon, welche Hashtags man weiterhin nutzen kann: #uglyfat #bitch #bulimia #pornostar #porns #fatbitch...

Die Liste kann unendlich weitergeführt werden und man kann wirklich viele bedenkliche Inhalte finden. Sehr krass finde ich, dass man ja alleine drauf kommen kann, dass die genannten Hashtags nicht gerade Welpen und Babyschuhe zeigen. Und wieso werden sie dann nicht gelöscht, wenn sie genau die Vorwürfe erfüllen, die "curvy" gemacht werden?

Instagram war schon früher gut dabei, übergewichtige Frauen zu diskriminieren, z.B. wurden ja Profile von dicken Frauen gelöscht, die sich in Unterwäsche zeigten. 

Also wie glaubhaft ist die Argumentation, dass es nur um unpassende Inhalte geht, wenn man problemlos mit offensichtlichen Hashtags andere unpassende Inhalte posten kann?

Es ist sehr diskriminierend und zeigt eine Einstellung zu Plus Size, die ich sehr schwierig finde. 

Wie geht es Euch damit?

Dienstag, 7. Juli 2015

used up

Hallo Ihr Lieben, heute gibt es endlich mal wieder einen Post mit aufgebrauchten Produkten. 

Mein persönliches Highlight war dieses Mal die Douglas HOME SPA BEAUTY OF HAWAII Hibicus & Monoi Oil Sea Salt & Sugar Scrub. Langer Name, aber lohnt sich :) Ich habe ja sehr trockene Haut, benutze aber trotzdem ganz gerne zur Pflege ein gutes Peeling. Dieses fand ich echt grandios. Ich mag die Dougls HOME SPA Produkte recht gerne. Es gibt verschiedene Düfte und sie fühlen sich einfach toll an. Und jetzt passt so ein Duft natürlich perfekt zum Sommer. 

Die Handcremes von PLANTACOS habe ich ja schon mal vorgestellt. Die SummerLove fand ich leider nicht mehr ganz so toll, wie die WinterTraum Handcreme. Der Duft ist irgendwie recht künstlich, aber sie pflegt toll und zieht schnell ein. Ich mochte nur den Geruch nicht immer an meinen Händen haben. 

Sehr gern mochte ich das OMEGA REPAIR Shampoo von essence ULTIME. Es lässt sich wunderbar auftragen und schäumt genau in der richtigen Menge. Den Geruch kann ich leider nicht so richtig beschreiben, aber ich fand ihn sehr angenehm. Meine Haare haben sich danach gut angefühlt. Ich würde es auf jeden Fall wieder kaufen. 

Was ich persönlich nicht wieder kaufen würde, ist die 3 MINUTE MIRACLE LUSCIOUS LONG INTENSIVKUR von AUSSIE. Ich war irgendwie einfach mit dem Ergebnis nicht so zufrieden. Ich fand die Flasche toll, weil sie auf dem Kopf steht und man einfach nur drücken muss, um die Kur zu portionieren. Man muss also nicht erst irgendwie drehen oder etwas aufklappen. Der Geruch war ganz okay und ich fand es gut, dass sie auf verschiedene Pflegestufen mit verschiedenen Einwirkzeiten hinweisen. Aber alles in Allem war es einfach nicht so mein Ding und es hat Monate lang gedauert bis ich die Flasche endlich geleert hatte. 




Freitag, 3. Juli 2015

Dich zu hassen, ist am meisten anstrengend...

In letzter Zeit spukt mir immer wieder ein Satz durch den Kopf. 

Dich zu hassen, ist am meisten anstrengend...

Diesen Satz sagt Meredith Grey zu Derek Sheperd in der 2. Staffel von Grey's Anatomy. Und irgendwie lässt mich dieser Satz nicht mehr los. Man ist so schnell dabei zu sagen, dass man jemanden oder etwas hasst und in den seltensten Fällen meint man es wirklich so. Hass ist so ein strenges, intensives Gefühl, voller Abgründe und scharfer Kanten, voll Verbitterung und Sehnsucht.

Dich zu hassen, ist am meisten anstrengend...

Ich habe diesen Satz sehr lange zwar verstanden, aber nicht in all seiner tiefen Wahrheit und Verzweiflung wirklich begriffen. So ein Gefühl in seiner vollen dunklen Pracht hat man nicht für x-beliebige Dinge oder Personen, die einem auf die Nerven gehen. Wirklicher, purer Hasse zerfrisst einem die Seele und tut mehr weh als alles andere, was man je erlebt hat.

Hass ist kein Gefühl, das der Person weh tut, die wir hassen. Hass tut uns selbst am meisten weh. Hass ist ein Stacheldraht, der sich langsam und drückend durch unsere Seele windet. Hass ist wie ein winziges Stückchen Glas, das vom Flaschenhals abgerieben wurde und sich langsam durch die Luftröhre kämpft und dabei Schnitte und Wunden hinterlässt und uns jede Sekunde nur allzu bewusst ist. 
So ein Gefühl kann man nun einmal nicht für eine Belanglosigkeit oder flüchtige Bekannte empfinden. 

Noch nie habe ich eine so schreckliches Gefühl empfunden, das mich so zerfressen und so weh getan hat. Noch nie habe ich mir so gewünscht, ein Gefühl würde einfach aufhören, weggehen, mich alleine zurück und heilen lassen.




Vor Kurzem hat mir jemand gesagt, es habe sie erleichtert, einem anderen eine schlimme Verletzung zu vergeben. Ich habe das nicht sofort verstanden. Das hat natürlich damit zu tun, dass man immer davon ausgeht, dass es der andere vielleicht nicht verdient hat, dass ihm etwas vergeben wird. Inzwischen sehe ich das ganz anders. Vergebung ist etwas, das wir für uns selbst tun, damit die ganzen negativen Gefühle verschwinden, die wir durchmachen, wenn wir dieser Person begegnen oder ihr sogar aus dem Weg gehen.

Und Hass ist darunter das Anstrengendste. Es zermürbt und erschöpft zutiefst. 

Das hat ganz einfach damit zu tun, dass man in der Regel Menschen hasst, die man von ganzem Herzen und ganzer Seele geliebt hat und die einen zutiefst verletzt haben. Und man wünscht sich tatsächlich nichts sehnlicher als damit aufhören und diese Bitterkeit beiseite schieben zu können. Man wünscht sich unaufhörlich, sich davon befreien zu können.

Dich zu hassen, ist am meisten anstrengend...

Ich freue mich mehr als ich es je mit Worten ausdrücken könnte auf den Tag, an dem mir dieser Satz nicht mehr durch den Kopf geht.